Regierungstruppen greifen Bouake an

6. Oktober 2002, 16:00
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Augenzeugen berichten von heftigen Kämpfen

Nairobi/Abidjan - Im westafrikanischen Cote d'Ivoire haben Regierungssoldaten am Sonntag die von Rebellen kontrollierte Stadt Bouake angegriffen. Augenzeugen in der zweitgrößten Stadt des westafrikanischen Landes berichteten am Nachmittag von heftigen Kämpfen. Der Angriff begann, nachdem die für Samstag geplante Unterzeichnung eines Waffenstillstandes durch die Regierung von Präsident Laurent Gbagbo verzögert worden war.

Soldaten der ehemaligen Kolonialmacht Frankreich erklärten, die Regierungsarmee habe zahlreiche Truppen nach Bouake verlagert. Rund 1.000 französische Soldaten sind in der Region stationiert, um westliche Ausländer zu schützen. Vor einer Woche hatten sie bereits den Großteil der Ausländer evakuiert. Noch immer befänden sich jedoch einige westliche Staatsbürger in der umkämpften Stadt, hieß es. (APA/dpa)

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