Graz-Marathon: Gradwohl siegt mit Landesrekord

6. Oktober 2002, 20:19
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Bei den Herren ist der Kenianer Okemwa der Schnellste

Graz - Der Kenianer Samwel Okemwa und die Steirerin Eva-Maria Gradwohl haben am Sonntag die 9. Auflage des Graz-Marathons gewonnen. Während die Männer-Siegerzeit trotz idealen Laufwetters mit 2:17:16 Stunden sehr dürftig war und klar über dem Streckenrekord des Äthiopiers Haji Adilo Roba (2:12:24/1999) lag, verbesserte Gradwohl mit 2:40:39 nicht nur ihre eigene Bestzeit um 6:05 Minuten, sondern auch den steirischen Landesrekord, den bisher Elisabeth Rust (Post SV Graz) mit 2:43:36 (21.5.2000 in Wien) gehalten hatte, um fast drei Minuten.

Mit Tempomacher zum Rekord

"Ich bin sehr zufrieden, alles ist so gelaufen, wie ich mir das vorgenommen habe", resümierte Gradwohl, deren Zeit auch Streckenrekord bedeutete. Die erste Hälfte war sie begleitet von Staatsmeister Max Wenisch als Tempomacher in 1:18:59 Stunden angegangenen, für die zweite Hälfte der insgesamt 42,195 km benötigte sie dann 1:21:40. "Ich bin absichtlich schneller angegangen, damit ich einen zeitlichen Polster fürs Finish hatte", betonte die 29-Jährige vom SV Anger, die auf Platz fünf der "ewigen" ÖLV-Bestenliste bei den Marathon-Frauen vorstieß. (APA)

Bei den Männern war Harald Bauer, im Vorjahr mit 2:24:40 Vierter, als Fünfter in 2:23:46 unmittelbar vor Erick Kokaly (2:24:30) bester Österreicher. Mit Jürgen Plechinger in 2:29:50 blieb noch ein dritter ÖLV-Athlet unter 2:30 Stunden. Mehr als 7.000 Teilnehmer, davon rund 3.000 Kinder im Rahmenbewerb, waren bei der neunten Auflage des Marathons in der steirischen Landeshauptstadt am Start.

Ergebnisse vom 9. Graz-Marathon:

Frauen: 1. Eva-Maria Gradwohl (AUT/Happylauf Anger) 2:40:39 Stunden (Streckenrekord und steirischer Landesrekord) - 2. Ewa Fliegert (POL) 2:54:00 - 3. Monika Dambauer (AUT/LCAV doubrava) 2:58:40

Männer: 1. Samwel Okemwa (KEN) 2:17:16 Std. - 2. Miklos Zatyko (HUN) 2:18:08 - 3. Zsolt Bacskai (HUN) 2:19:37 - weiter: 5. Harald Bauer (AUT/LAC Kainach) 2:23:46 - 6. Erich Kokaly (AUT/DSG Maria Elend) 2:24:30 - 8. Jürgen Plechinger (AUT/Plechis Power Team) 2:29:50

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