Caritas bietet dem Innenministerium Kooperation an

7. Oktober 2002, 10:20
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Küberl sieht Gefahr, dass Asylfragen im Wahlkampf missbraucht werden

Wien - Caritas-Präsident Franz Küberl hat dem Innenministerium neuerlich Kooperation in Sachen Unterbringung von Asylwerbern angeboten. Die Caritas sei weiterhin gesprächsbereit, um zu einer vernünftigen menschenwürdigen Lösung zu kommen. Aber auch das Innenministerium müsse sich "ein paar Zentimeter" bewegen, sagte Küberl laut Kathpress vom Sonntag bei einer Veranstaltung Samstagabend. Küberl merkte an, dass die Gefahr bestehe, dass "in dieser heiklen Situation die Aslyfragen im Wahlkampf missbraucht werden".

Die Situation um die obdachlosen Asylwerber könne bewältigt werden, Lösungsvorschläge seien auf dem Tisch, sagte Küberl. Er sprach sich für ein Drei-Punkte-Programm aus: Die Bundesbetreuung der Asylwerber müsse vor allem über den Winter gesichert sein. Die Rückkehrberatung müsse verstärkt werden; die Idee der Rückkehrhilfe-Zentren sei gut, diese Zentren müssten aber unbedingt bis März aufrechterhalten werden, weil Zeitdruck falsch sei. Die Asylverfahren müssten deutlich verbessert werden, "in der Personalausstattung und in der Qualität". (APA)

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