Kärntner Gipfel am "heiligen Berg"

6. Oktober 2002, 13:32
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Heimkehrertreffen am Ulrichsberg mit Pathos und "Beanstandungen im Abzeichenbereich"

Klagenfurt - Das 43. Heimkehrertreffen auf dem Ulrichsberg bei Klagenfurt ist laut Polizeiangaben bei ungefähr 1.800 Besuchern ohne Zwischenfälle abgelaufen. Lediglich "im Abzeichenbereich" sei es "zu einigen Beanstandungen" gekommen.

Der ehemalige SPÖ-Landeshauptmann-Stellvertreter Gallob kündigte an, dass das Treffen auch künftig stattfinden werde, und zwar am dritten Sonntag im September. Er dankte der Landespolitik für die Förderung der Heimat- und Traditionsverbände. Auf die angekündigten Themen Wehrmachtsausstellung und Partisanen ging er nicht ein.

Landeshauptmann Haider meinte, es sei gute Tradition, dass aus ganz Europa ehemalige Kriegsteilnehmer auf den Ulrichsberg kommen, um der gefallenen Kameraden zu gedenken und für die eigene glückliche Heimkehr zu danken.

SPÖ-Landesvorsitzender Peter Ambrozy bezeichnete den Ulrichsberg als "heiligen Berg". Auch er ging auf den "Kärntner Abwehrkampf" ein: "Er musste für eine gerechte Sache geführt werden. Durch die erbrachten Opfer wurden Diktatur und viel Leid erspart."

ÖVP-Landesobmann Georg Wurmitzer sagte, er verstehe den Wunsch der Heimkehrer nach dieser Veranstaltung: "Das Ulrichsbergtreffen ist gegen niemanden gerichtet, sondern ein Gedenken für die verstorbenen Kameraden."

Der Klagenfurter Bürgermeister Harald Scheucher (V) erinnerte daran, dass sein Vater 1959 das 20 Meter hohe Kreuz auf dem Ulrichsberg errichten hatte lassen. Daher sehe er den Berg als "ein Stück Erbe, das ich mit Zähnen und Klauen verteidigen werde". (APA)

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