Deutscher Fernsehpreis für "TV-Duell"

7. Oktober 2002, 12:46
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Maybrit Illner und Sabine Christiansen für "Beste Informationssendung" ausgezeichnet - "Fernsehereignis des Jahres": "Die Manns"

Die "TV-Duell"-Moderatorinnen Sabine Christiansen und Maybrit Illner haben den Deutschen Fernsehpreis gewonnen. In der Kategorie beste Informationssendung setzten sich die beiden Journalistinnen gegen den ebenfalls nominierten RTL-Moderator Peter Kloeppel und ZDF-Kollegin Marietta Slomka durch.

Das "TV-Duell" mit Kanzler Gerhard Schröder (SPD) und Unions- Herausforderer Edmund Stoiber (CSU), das in ARD und ZDF ausgestrahlt wurde, hatte vor der Bundestagswahl mehr als 15 Millionen Menschen vor den Bildschirm gelockt. Insgesamt wurden am Samstagabend in Köln Preise in 25 Kategorien, einschließlich Förderpreise, Ehrenpreis und Bestes internationales Programm, verliehen.

Beste Unterhaltungssendung

Den Preis für die beste Unterhaltungssendung erhielt RTL-Talker Oliver Geißen für "Die 80er Show". Er verwies Barbara Schöneberger ("Blondes Gift"/WDR) und Günther Jauch ("Der große IQ-Test"/RTL) auf die Plätze. Als Besten Fernsehfilm kürte die Jury unter Vorsitz von Lutz Hachmeister "Der Tanz mit dem Teufel" (SAT.1), Beste Serie wurde "Edel & Starck" (SAT.1).

ARD und ZDF erfolgreichste Sender

Die erfolgreichsten Sender waren ARD und ZDF mit acht beziehungsweise sechs Preisen, gefolgt von SAT.1, RTL, ProSieben, Premiere und VIVA. Die Aufzeichnung der Gala im Kölner Coloneum, die Sandra Maischberger und Dirk Bach moderierten, wird am Sonntag (6. Oktober) um 20.15 Uhr in der ARD ausgestrahlt.

"Die Manns" als "Fernsehereignis des Jahres"

Erstmals in der vierjährigen Geschichte der renommierten Auszeichnung vergab die Jury einen Preis in der Kategorie "Fernsehereignis des Jahres" an den ARD-Dreiteiler "Die Manns - Ein Jahrhundertroman". Die Geschichte der Schriftstellerfamilie Mann, von Heinrich Breloer und Horst Königstein als Dokudrama mit Armin Mueller-Stahl in der Hauptrolle realisiert, habe im vergangenen Winter als "programmliches und gesellschaftliches Großereignis weit über die Grenzen des Fernsehens hinaus gewirkt", hieß es zur Begründung.

Menge für sein Lebenswerk ausgezeichnet

Der Film- und Fernsehautor Wolfgang Menge (78) erhielt den Deutschen Fernsehpreis, eine gemeinsame Einrichtung von ARD, ZDF, RTL und SAT.1, für sein Lebenswerk. Menge erregte mit Fernsehspielen wie "Das Millionenspiel" und "Smog" Aufsehen und erfand den Serien- Klassiker "Ein Herz und eine Seele".

Beste Schauspielerin und bester Schauspieler

In der Kategorie beste Schauspielerin in einer Fernsehfilm- Hauptrolle setzte sich Anneke Kim Sarnau ("Ende der Saison", "Die Hoffnung stirbt zuletzt", beide ARD) gegen Nina Hoss ("Toter Mann"/ZDF) und Monica Bleibtreu ("Verlorenes Land", ARD) durch. André Hennicke aus "Toter Mann" wurde als bester Schauspieler ausgezeichnet.

"Richterin Barbara Salesch" als beste tägliche Sendung

Zur besten täglichen Sendung, eine neue Kategorie beim Deutschen Fernsehpreis, erhob die Jury "Richterin Barbara Salesch" (SAT.1), die damit "Das Quiz mit Jörg Pilawa" (ARD) und "Zwei bei Kallwass" (SAT.1) hinter sich ließ. Bei der Besten Comedy punktete Anke Engelke mit "Ladykracher" (SAT.1).

Die beste Dokumentation

Die beste Dokumentation ging an "die story: Gipfelstürmer - Die blutigen Tage von Genua" (ARD), die Beste Reportage an "Menschen- Poker - Neue Wahrheiten über die Arbeitslosigkeit" (HR). (APA/dpa)

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    Das TV-Duell Schröder/Stoiber - moderiert von Illner (li.) und Christiansen - wurde in der Kategorie "Beste Informationssendung" ausgezeichnet

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