Er kam, sah ... und kaufte fast nichts

5. Oktober 2002, 16:53
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König Fahd entsetzt Marbella - schlappe 150 Millionen Euro legte er in seinem Urlaubsdomizil ab

Marbella - Nach exakt 52 Tagen und Ausgaben in Höhe von rund 150 Millionen Euro hat König Fahd von Saudiarabien sein Urlaubsdomizil im südspanischen Marbella wieder verlassen. Der 79-jährige Monarch und seine 3.000-köpfige Gefolgschaft flogen an Bord von 15 Flugzeugen - darunter auch eine Boeing 747 - am Freitagabend nach Riad zurück, wie der Rundfunk am Samstag berichtete. Trotz des Geldregens zeigten sich die Geschäftsleute in dem Nobelbadeort an der Costa del Sol enttäuscht: Fahd und seine Familie hätten im Schnitt zwei Millionen Euro am Tag weniger ausgegeben als bei dem vorigen Besuch 1999 - damals waren es noch fünf Millionen Euro täglich.

Der Monarch war am 14. August in Marbella eingetroffen. Zuvor hatte er fast drei Monate in Genf geweilt, wo er sich zudem wegen seiner Erkrankung an Grauem Star einer Augenoperation unterzog. Auf den Hügeln über Marbella besitzt Fahd ein 250.000 Quadratmeter großes Anwesen. Sein Mar-Mar-Palast ist dem Weißen Haus in Washington nachempfunden. Auf dem streng abgeschirmten Areal gibt es zudem zwei Moscheen, eine Krankenstation, Villen für die Gefolgschaft, Schwimmbäder und einen Hubschrauber-Landeplatz. Die Entourage des saudischen Königs hatte in Marbella außerdem mehr als 300 Zimmer in Luxushotels in Beschlag genommen. (APA/dpa)

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