Echelon-Update soll Abhörsystem verbessern

5. Oktober 2002, 12:47
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NSA begründet weiteren Ausbau der Lausch-Technologie - wie nicht anders zu erwarten war - mit dem 11. September

Der größte US-amerikanische Nachrichtendienst, die National Security Agency (NSA), auch bekannt als Echelon-Betreiber, hat angekündigt seine Abhör-Systeme einer General-Überholung zu unterziehen und so die Wirksamkeit erhöhen zu wollen.

Lausch-Technologien bekommt ein Upgrade

Um die Lausch-Technologien weiter zu verbessern hat die NSA einen 282 Millionen Dollar Auftrag an die Science Applications International Corp. (SAIC) vergeben. Das SAIC, ein Forschungs- und Sicherheitsunternehmen, das sich rein im Besitz seiner Mitarbeiter befindet und sich überwiegend durch militärische Aufträge finanziert, soll ein Echelon-Upgrade entwickeln.

Der 11. September

Nähere Details zum SAIC-Auftrag wurden nicht bekannt gegeben. Als Begründung für die Notwendigkeit einer Verbesserung der Lausch-Technologie werden die Ereignisse rund um den 11. September genannt. Die NSA kam im Zuge der Ermittlung um die Anschläge ins Kreuzfeuer der Kritik, als sich herausgestellt hatte, dass zwar am 10. September zwei Mails in arabischer Sprache abgefangen wurden waren, diese allerdings erst am 12. September übersetzt wurden. Durch die Verbesserungen will die NSA ihre Abhör-Aktion wesentlich verbessern, wobei Kritiker schon jetzt anmerken, dass der Geheimdienst schon derzeit nicht in der Lage ist die aktuelle geringe Datenmenge zu verarbeiten.(red)

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