"Wen interessiert, was Österreich will?"

5. Oktober 2002, 09:55
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Ehemaliger Chef des US-Armeegeheimdiensts kritisiert Neutralität: "Ihr seid bald unbedeutender als Bulgarien und Rumänien"

Wien - In einem Interview in der Montag erscheinenden Ausgabe des Nachrichtenmagazins "profil" kritisiert General William E. Odom, der frühere Direktor des Geheimdienstes der US-Armee, Österreich und seine Neutralitätspolitik. "Die Illusion, dass man Macht managen kann, ohne militärische Verantwortung zu übernehmen, greift in Europa um sich", erklärt der frühere Chef der "National Security Agency" und ehemalige Assistent von Sicherheitsberater Zbigniew Brzezinski.

"Österreich ist dafür ein perfektes Beispiel. Ihr seid nicht in der NATO, ihr habt keinen Einfluss auf die USA. Wen interessiert heute, was Österreich will? Wäret ihr in der NATO, wäre das etwas anderes. Schaut auf die Tschechen. Die sind sehr aktiv in Washington. Ihr nicht. Ihr seid bald unbedeutender als Bulgarien und Rumänien." (APA)

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    General William E. Odom redet quasi die Sonnenfinsternis für die Neutralität herbei.

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