Amerikanischer Segler nach zwei Monaten aus Seenot gerettet

4. Oktober 2002, 23:02
posten

Geschockt und unter Wahnvorstellungen leidend von Küstenwacht geborgen

Charleston/USA - Mehr als zwei Monate nach seinem Verschwinden ist ein amerikanischer Segler aus Seenot gerettet worden. Wie die Küstenwacht in Charleston im US-Staat South Carolina mitteilte, wurde das Segelboot des 43 Jahre alten Terry Watson am Donnerstag knapp 70 Kilometer südöstlich der Little-River-Bucht entdeckt. Watson sei stark abgemagert und erschöpft gewesen. Er habe unter Wahnvorstellungen gelitten und unter Schock gestanden.

"Ich bin vor einem Monat gestorben", sagte Watson der Tageszeitung "The Post and Courier of Charleston". Der Segler aus Florida war nach Angaben der Behörden zuletzt am 19. Juli in Miami gesehen worden. Ein anderer Segler meldete ihn vier Tage später als vermisst. Eine Suche der Küstenwacht auf einer Fläche von mehr als 20.000 Quadratkilometern verlief ergebnislos.

Wie Watson überleben konnte, war laut Küstenwacht zunächst nicht bekannt. Offenbar habe er sich aus seinem zerbrochenen Mast ein Zelt zum Schutz gebaut. Man habe jedoch noch nicht lange genug mit ihm gesprochen, um herauszufinden, seit wann er ohne Essen und Wasser war. Watson sei beim Eintreffen der Rettungskräfte so verstört gewesen, dass er sein Boot zunächst nicht verlassen wollte. Er wurde zur Beobachtung in ein Krankenhaus gebracht. (APA/AP)

  • Bild nicht mehr verfügbar

    Terry Watson auf seinem Boot

Share if you care.