UNO beschuldigt Israel schwerer Verstöße gegen die Kinderrechte

4. Oktober 2002, 20:33
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Besorgnis über Umgang mit palästinensischen Minderjährigen

Genf - Die Vereinten Nationen haben Israel am Freitag schwerer Verstöße gegen die Kinderrechte beschuldigt. Kinder, die Minderheiten angehörten, sowie ausländische und behinderte Minderjährige hätten häufig keinen ausreichenden Zugang zu Bildung, Gesundheitsvorsorge und sozialen Diensten, beklagte das UNO-Komitee für die Kinderrechte in einem in Genf veröffentlichten Bericht. Das Gremium äußerte besondere Besorgnis über den israelischen Umgang mit palästinensischen Kindern in den besetzten Gebieten.

Das Komitee forderte Israel auf, eine öffentliche Bildungskampagne zu starten, "um sicherzustellen, dass alle Kinder ohne Diskriminierung ihre in der Kinderrechtskonvention festgelegten Rechte genießen". Jungen und Mädchen sollten gleich behandelt werden, und es sollten mehr Maßnahmen zur Gleichstellung behinderter Kinder ergriffen werden. Das Gremium aus zehn unabhängigen Experten prüft regelmäßig die Einhaltung der Konvention von 1989, die von 191 Staaten unterzeichnet wurde.

Der israelische UNO-Botschafter Jaakow Levi erklärte, Israel habe bereits viel zur Reformierung der Kinderrechte getan und setze sich weiter dafür ein. Ziel sei es, die öffentliche Aufmerksamkeit auf das Wohlergehen der Kinder zu lenken, unabhängig von deren ethnischem, geographischem oder religiösem Hintergrund. (APA/AP)

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