Umfrage: SPÖ schwächelt, Grüne und FP gleichauf

4. Oktober 2002, 19:04
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ÖVP erstmals in der führenden Position - Mit Grafik

Linz - Die jüngste market-Hochrechnung für den STANDARD sieht die ÖVP erstmals in diesem Jahr vor der SPÖ - diese hat in den letzten beiden Wochen insgesamt drei Prozentpunkte verloren. Dazu der Wahlforscher David Pfarrhofer: "Potentielle SPÖ-Wähler finden sich derzeit eher bei den Grünen. Während wir auf dem Höhepunkt der FPÖ-Krise beobachtet haben, dass etwa ein Drittel früherer FPÖ-Wähler zur SPÖ und zwei Drittel zur ÖVP abgewandert sind, dürfte diese Bewegung vorerst abgeschlossen sein."

Man dürfe allerdings nicht davon ausgehen, dass das jetzt erhobene Ergebnis schon das Wahlergebnis vom 24. November abbildet. Pfarrhofer: "Es ist schwer vorstellbar, dass die FPÖ wirklich nur 13 Prozent bekommt - all das, was wir jetzt messen, passiert ja ohne dass der Wahlkampf schon begonnen hätte."

Auch gibt es erhebliche Unsicherheiten, weil es noch viele Unentschlossene gibt. Dabei kommen verschiedene Institute zu verschiedenen Ergebnissen: Während market zwischen Ende Juli und Ende September einen Anstieg der ÖVP von zwölf Prozentpunkten und schließlich an die Spitze der Parteienskala beobachtet hat, schätzt das Wiener Institut OGM (in einer Umfragenserie für Format), dass die Entwicklung noch weiter geht. Bei OGM ist die ÖVP in der letzten Woche von 33 auf 35 Prozent gestiegen, die SPÖ liegt laut OGM mit 38 Prozent noch vorne. Auch in der ISMA-Umfrage für das profil vom Wochenbeginn hatte die SPÖ noch geführt. (Conrad Seidl/DER STANDARD, Printausgabe, 5./6.10.2002)

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    grafik: standard

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