"Schuhbomber" Richard Reid bekennt sich schuldig

4. Oktober 2002, 17:18
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Prozess soll am 4.November beginnen

Boston - Der so genannte "Schuhbomber" Richard Reid hat sich am Freitag dazu bekannt, einen Bombenanschlag auf ein Flugzeug versucht zu haben. Er sei ein Anhänger von Osama bin Laden. Er erkenne das amerikanische Justizsystem nicht an, bestätigte aber, dass er Handlungen begangen habe, wie sie ihm vorgeworfen werden. Reid hatte die US-Behörden zu Beginn der Woche mit der Ankündigung überrascht, dass er sich schuldig bekennen wolle. Er vermeidet damit einen öffentlichen Prozess.

Der 29-jährige Reid hatte am 22. Dezember vergangenen Jahres während eines Fluges von Paris nach Miami versucht, eine in seinem Turnschuh eingebaute Bombe zu zünden. Er konnte jedoch von der Besatzung und Passagieren überwältigt worden. Neben versuchtem Mord an den 197 Fluggästen und Besatzungsmitgliedern werden dem britischen Staatsbürger unter anderem Verbindungen zum Terrornetzwerk El Kaida vorgeworfen.

Der Prozess gegen Reid soll am 4. November beginnen. Nach amerikanischem Recht kann auf die Hauptverhandlung aber verzichtet werden, wenn sich der Angeklagte vorher in einer Vereinbarung mit der Staatsanwaltschaft schuldig bekennt.

Strafmaß am 8.Jänner

Reid akzeptierte vor einem Richter in Boston (US-Bundesstaat Massachusetts) am Freitag nach Fernsehberichten alle acht Anklagepunkte. Das Strafmaß soll am 8. Jänner kommenden Jahres verkündet werden. Reid muss mit einer Haftstrafe von 60 Jahren bis lebenslänglich rechnen. (APA/AP)

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    Die "Schuhbombe"

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