Alcatel-Geschäftsführer Tchuruk sieht UMTS-Marktaufschwung Ende 2004

4. Oktober 2002, 16:32
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Krise des Handymarktes kostet Unternehmen 10 Prozent des Halbjahresumsatzes

Serge Tchuruk, Geschäftsführer des französischen Telekom-Ausrüsters Alcatel, ist überzeugt, dass man nicht vor Ende 2004 mit einer starken Marktentwicklung für die UMTS-Handys rechnen könne. "Ich glaube immer noch an den UMTS. Man muss aber wissen, wann das System in Bewegung kommen wird. Ich sehe keine starke UMTS-Marktentwicklung vor dem Ende des Jahres 2004", betonte Tchuruk in einem Interview für den Pariser Nachrichtensender LCI.

Abnahme des Umsatzes

Die Verzögerung bei der Umsetzung der UMTS-Lizenzen hat bei Alcatel eine starke Abnahme des Umsatzes hervorgerufen. Dieser wird nach Angaben der Geschäftsleitung im zweiten Halbjahr 2002 in Bezug auf die ersten sechs Monate des Jahres um 10 Prozent abnehmen. Vor zwei Wochen hatte Alcatel den Abbau von 23.000 Posten angekündigt. Weltweit beschäftigt der Betrieb gegenwärtig 83.000 Personen.

In Frankreich wurden von der Regierung für je 619 Mill. Euro drei UMTS-Lizenzen an Orange (France Telecom), SFR (Vivendi Universal) und Bouygues Telecom vergeben. Eine vierte von der Regierung angebotene Lizenz blieb ohne Abnehmer. Nach Angaben der Regulierungsbehörde für Telekommunikation ART ist mit einem Marktstart für UMTS-Handys Ende 2003 oder Anfang 2004 zu rechnen.(apa)

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