Kaputte Autos für Hochwasseropfer steuerlich absetzbar

4. Oktober 2002, 16:24
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Auch Kosten für zerstörte Mopeds, Fahr- und Motorräder können abgesetzt werden

Wien - Die Opfer der Hochwasserkatastrophe vom August können nicht nur ihre zerstörten Pkw, sondern auch Kosten für Mopeds, Fahrräder und Motorräder absetzen. Wie der ARBÖ am Freitag mitteilte, müssen Steuervorteile entweder bei der Steuererklärung (Selbstständige, Unternehmen) oder beim Lohnsteuerausgleich (Unselbstständige) geltend gemacht werden. "Alles, was als Luxus definiert werden kann, ist aber nur eingeschränkt oder gar nicht abzugsfähig", hält der ARBÖ weiter fest.

Die Kosten für die Neuanschaffung eines Personenkraftwagen können als außergewöhnliche Belastung steuerlich abgesetzt werden. Absetzen kann man laut ARBÖ mindestens 10 Prozent dessen, was das zerstörte Auto seinerzeit gekostet hat, egal ob als Ersatz ein neuer oder gebrauchter Pkw erstanden wurde. Ausschlaggebend ist der so genannte Zeitwert des alten Fahrzeuges, das sind die Anschaffungskosten abzüglich bisherige Abschreibung. Hat der Pkw bei der Anschaffung 14.500 Euro gekostet und war fünf Jahre alt, können 5.437,80 Euro (Zeitwert) abgesetzt werden, rechnet der ARBÖ vor. Dabei wird eine jährliche Abschreibung von 1.812,50 Euro (aus Basis einer achtjährigen Abschreibung) unterstellt. Die Kosten für ein neues Auto müssen freilich mit Rechnung nachgewiesen werden.

Keine Absetzbarkeit bei Luxuswagen und Freizeitvehikeln

 Für Luxuswagen (über 34.000 Euro) gibt es Einschränkungen, und nur in der Freizeit genutzte Vehikel können gar nicht abgesetzt werden. Bei Mopeds und Fahrrädern können die gesamten Kosten steuermindernd abgesetzt werden. Ausgenommen sind Rennräder und alle Fahrräder, die als Sportgerät genutzt werden. Motorräder sind nur dann absetzbar, wenn es das einzige vom Besitzer genutzte Fahrzeug ist. Nicht absetzbar sind Wohnwagen- und Wohnmobile. (APA)

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ARBÖ
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