"Mit fröhlichem Erstaunen"

7. Oktober 2002, 07:34
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Das Museum Arbeitswelt in Steyr präsentiert ungewöhnliche Frauenberufe

Die meisten Leute reagieren mit fröhlichem Erstaunen: Erstens, dass es diesen Beruf überhaupt gibt, und zweitens, dass es eine Frau ist.

Marianne Panek/Schädlingsbekämpfungsmeisterin

Was Marianne Panek, eine der 58 Frauen, deren Fotos in der Ausstellung "Women at Work. frauen.arbeit.gesellschaft" im Museum Arbeitswelt zu sehen sind, über ihre Tätigkeit sagt, gilt für die meisten übrigen ebenfalls. Wir haben uns noch immer nicht daran gewöhnt, dass Frauen mittlerweile in so gut wie allen Berufen arbeiten - auch in solchen, die früher als "Männersache" galten. Welche Berufe sind es nun, die immer noch als ungewöhnlich für Frauen gelten? Die Palette reicht sehr weit und reicht von handwerklichen bis hin zu akademischen Berufen, von der Dachdeckerin, Hufschmiedin und Installateurin bis hin zur Montanistin, Richterin oder Gerichtsmedizinerin. Frauen in technischen Berufen sind ebenso zu sehen wie solche in künstlerischen. Die einzige Vier- Hauben- Köchin der Welt darf ebenso wenig fehlen wie die ehemalige Weltmeisterin im Pflügen. Eine zarte Frau wagt sich als Pflegerin im Tiergarten Schönbrunn furchtlos unter riesige Elefanten. Und es werden Frauen gezeigt, die in ehemals von den Männern buchstäblich wie ein Heiligtum gehüteten Ämtern wirken: Selbstbewusste und von ihrer Aufgabe durchdrungene Priesterinnen.

Viele dieser Frauen haben Familie, PartnerInnen und Kinder. Und obwohl sie sich in ehemals männlich dominierten Bereichen durchgesetzt haben, betrachten sie Männer nicht als Konkurrenten, sondern vor allem als Kollegen. (red)

Museum Arbeitswelt
Wehrgrabengasse 7,
4400 Steyr
Tel. 0 72 52 / 77 3 51 / 15
Die Ausstellung ist bis 23. November geöffnet.
Di bis So von 9.00 bis 17.00 Uhr
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