Gesteigertes Brustkrebs-Risiko

4. Oktober 2002, 16:06
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Bei Mädchen erhöht sich das Risiko durch den "blauen Dunst" um 70 Prozent

London - Mädchen, die rauchen, steigern einer Studie zufolge ihr späteres Brustkrebs-Risiko um rund 70 Prozent. Als Grund vermuten die kanadischen Wissenschafter, dass das Gewebe der sich entwickelnden Brüste noch besonders empfindlich ist.

Die Forscher von der British Columbia Cancer Agency in Vancouver untersuchten 2.000 Frauen unter 75 Jahren, von denen die Hälfte Brustkrebs gehabt hatte. Für Mädchen, die innerhalb von fünf Jahren nach ihrer ersten Periode mit dem Rauchen angefangen hatten, besteht demnach ein um 70 Prozent höheres Risiko, später Brustkrebs zu bekommen, als für solche, die nicht rauchen. Die Studie wurde am Freitag im britischen Fachmagazin "The Lancet" (Bd. 360, S. 1044) veröffentlicht.

Die Studie förderte allerdings auch ein ganz anderes Ergebnis zu Tage: Frauen, die nach ihrer ersten Schwangerschaft mit dem Rauchen beginnen, verringern demnach ihr Brustkrebs-Risiko. Stephen Duffy von der britischen Krebsforschung sagte dazu, die Ergebnisse könnten Zufallsprodukte sein, weil die einzelnen Untergruppen relativ klein gewesen seien. In jedem Fall sei aber vom Rauchen abzuraten. (APA/dpa)

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    Rauchen steigert bei Mädchen das spätere Brustkrebs-Risiko.

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