"Kleines Glücksspiel": Spielautomaten in Salzburg weiter verboten

4. Oktober 2002, 13:32
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Zahl der Suchtkranken steigt - Landesrat Raus kündigt Razzien an

Salzburg - Das so genannte "Kleine Glücksspiel", das sind in erster Linie Spielautomaten, bleibt im Bundesland Salzburg weiterhin verboten. Das kündigte Gewerbereferent Landesrat Othmar Raus (S) bei einem Pressegespräch in Salzburg an. Seit 20 Jahren gibt es in Salzburg dieses Verbot, und gerade heuer habe es Probleme gegeben, weil sich die Zahl der Suchtkranken stark erhöhe. Raus kündigte an, dass die Einhaltung des Verbotes jetzt wieder streng kontrolliert wird.

Am Runden Tisch mit Experten, Vertretern der Wirtschaftskammer und des Vereins "Anonyme Spieler Salzburg" sei die Problematik ausführlich erörtert worden. Ergebnis der Gespräche ist, dass Salzburg bei seiner harten Haltung bleibe. 500 bis 800 Menschen sind nach Angaben der "Anonymen Spieler" im Land Salzburg schwer spielsüchtig.  "Es reicht, dass das große Glücksspiel erlaubt bleibt", so Raus. Das Land Kärnten verdiene durch die Besteuerung des dort erlaubten "Kleinen Glücksspieles" rund 3,63 Mill. Euro im Jahr.

In den Bundesländern Wien, Kärnten und Steiermark ist das kleine Glücksspiel derzeit erlaubt und kann daher legal ausgeübt werden (Wien seit 1993, Steiermark seit 1986, Kärnten seit 1997). Regelungen dafür finden sich in den jeweiligen Veranstaltungsgesetzen. Die Geldspielapparate bedürfen in diesen Ländern einer Bewilligung, die entweder von der Landesregierung oder von der Bezirksverwaltungsbehörde meistens für drei Jahre erteilt wird. In Wien werden im Zusammenhang mit Spielapparaten (Unterhaltungs- und Münzgewinnspielapparate) ca. 700 Konzessionsverfahren jährlich abgewickelt. (APA)

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