In Deutschland soll Auskunft über Handy-Nummern für Preistransparenz sorgen

4. Oktober 2002, 13:02
1 Posting

Mitnahme von Rufnummern ab 1. November verwischt Bindung von Netz an Vorwahl

Mit einer speziellen Auskunft will die Mobilfunk-Tochter der Deutschen Telekom, T-Mobile, vom 1. November an für Preistransparenz sorgen. Auf drei verschiedenen Wegen sollten die Kunden in Deutschland künftig erfahren können, zu welchem Netz eine Handy-Nummer gehört, kündigte Sprecher Philipp Schindera am Freitag in Bonn an.

Vorwahlen

Vom 1. November an können Kunden in Deutschland ihre bisherige Handy-Rufnummer mitnehmen, wenn sie den Netzbetreiber wechseln. Damit fällt aber auch die bisherige Bindung der Vorwahlen an die einzelnen Mobilfunkbetreiber weg.

Welches Netz?

Der Kunde beispielsweise von Vodafone D2 weiß künftig nicht mehr sicher, ob er im eigenen Netz kostengünstig telefoniert, wenn er ein Handy mit der Vorwahl 0172 anruft. Um dem abzuhelfen, will T-Mobile künftig eine kostenlose Rufnummer anbieten, über die jeder Handynetzer noch vor einem womöglich teuren Anruf erfahren kann, zu welchem Netz die Nummer der Gegenseite gehört. Neben der Auskunft über eine kostenlose Telefonnummer soll die Abfrage auch über SMS oder WAP möglich sein.

Keine automatische Ansage

Auf eine automatische Ansage des gewählten Netzes vor jedem Telefonat per Handy habe T-Mobile verzichtet, sagte Schindera. Befragungen hätten gezeigt, dass die Kunden das nicht wollten. Er nehme an, dass die Konkurrenten ähnliche Hilfen wie T-Mobile zur Verfügung stellen würden.

Kompliziert

Schon heute ist allerdings der Durchblick über die Netzzugehörigkeit einer Handy-Nummer eine Sache für Spezialisten. Der Handy-Boom in Deutschland hat es nötig gemacht, weitaus größere Rufnummernblöcke zuzuteilen als ursprünglich erwartet. So findet sich das D1-Netz von T-Mobile nicht nur unter den Vorwahlen 0170 und 0171, sondern inzwischen auch unter 0175, 0160 und 0151.(apa)

Share if you care.