Sieg für Grönholm in Neuseeland

7. Oktober 2002, 13:19
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Mit dem vierten Saisonsieg fixierte der Finne seinen zweiten WM-Titel und den fünften für Peugeot - Stohl auf Rang 22

Auckland/Neuseeland - Die Rallye-Weltmeisterschaft ist schon nach dem 12. von 14 WM-Läufen entschieden. Mit seinem vierten Saisonsieg sicherte sich Marcus Grönholm am Sonntag bei der 32. Neuseeland-Rallye vorzeitig seinen zweiten WM-Titel nach 2000 und bescherte Peugeot den dritten Marken-Titel in Serie, es war der insgesamt fünfte für die Franzosen. Der Wiener Manfred Stohl landete im Mitsubishi auf dem 22. Gesamtrang und achten Platz der Gruppe N.

Finnischer Triple-Erfolg

Nach 26 Schotterprüfungen verwiesen der Finne Grönholm und sein Beifahrer Timo Rautiainen ihre Landsleute und Peugeot-Teamkollegen Harri Rovanperä/Voitto Silander mit 3:47,6 Minuten Vorsprung auf Platz zwei. Dritte wurden Tommi Mäkinen/Kaj Lindström, die im Subaru Impreza 4:26,3 Minuten zurücklagen und den totalen finnischen Triumph in Neuseeland komplettierten.

Perfekter Auftritt von Grönholm

"Es lief einfach perfekt. Mehr konnte ich hier nicht erreichen. Ich bin rundum glücklich", freute sich der 1,94 Meter große Grönholm nach der Zielankunft in Auckland. Peugeot war auch in "down under" eine Klasse für sich. Wenn das Löwen-Team gewinnt, dann im Doppelpack - in Neuseeland war das zum bereits siebenten Mal in dieser Saison der Fall. "Das war ein tolles Jahr für Peugeot. Die Weltmeisterschaft und dieser Sieg sind die Krönung. Alle haben den besten Job gemacht", lobte Peugeot-Sportdirektor Corrado Provera.

Stohl nach Problemen wieder top

Stohl gab nach den großen Problemen an den ersten beiden Tagen am Schlusstag wieder kräftig Gas und erzielte gleich fünf Bestzeiten auf den letzten acht Sonderprüfungen. "Natürlich wollten wir zum dritten Mal in Folge gewinnen, doch diesen Traum konnten wir schnell vergessen", resümierte der Gruppe-N-Ex-Weltmeister. "Ich bin aber trotzdem nicht unzufrieden, die Zeiten am Schlusstag sprechen für uns." Seinen nächsten WM-Einsatz bestreitet Stohl mit Ilka Petrasko am Monatsende beim vorletzten Saisonlauf, der Australien-Rallye. Zuvor steht aber noch der vorletzte Staatsmeisterschaftslauf im Raum Admont (11./12. Oktober) auf dem Programm.

Spätstarter Grönholm

Der nun zweifache Weltmeister Grönholm gilt als Spätstarter im Rallye-Oberhaus. Die ersten Fahrversuche machte er mit zehn Jahren in einem VW-Käfer seines Vaters, des Rallye-Profis Ulf Grönholm, auf dem väterlichen Anwesen in Finnland. 1987 bestritt er in seiner Heimat seine erste Rallye. 1999 saß er noch bei Peugeot auf der Ersatzbank. Mit seinem ersten WM-Sieg in Schweden 2000 rückte er endgültig in den Stammkader des französischen Werksteams auf. Damals holte er sich den Titel mit vier Saisonsiegen und drei zweiten Plätzen. (APA/dpa)

  • Endstand der 32. Neuseeland-Rallye nach der dritten und letzten Etappe am Sonntag bzw. 26 Sonderprüfungen (=414,04 km) und 1.793 Gesamtkilometern sowie die aktuellen WM-Wertungen nach dem zwölften von 14 Saisonläufen:

    1. Marcus Grönholm/Timo Rautiainen (FIN) Peugeot 206 3:58:45,4 Std. 2. Harri Rovanperä/Voitto Silander (FIN) Peugeot 206 + 3:47,6 Min. 3. Tommi Mäkinen/Kaj Lindström (FIN) Subaru Impreza WRC 4:26,3 4. Carlos Sainz/Luis Moya (ESP) Ford Focus WRC 5:48,9 5. Juha Kankkunen/Juha Repo (FIN) Hyundai Accent WRC 7:10,2 6. Freddy Loix/Sven Smeets (BEL) Hyundai Accent WRC 7:52,5 7. Gilles Panizzi/Herve Panizzi (FRA) Peugeot 206 WRC 8:24,4 weiter: 13. Possum Bourne/Mark Stacey (NZL/AUS) Subaru Impreza 19:16,1 (1. Gruppe N) 22. Manfred Stohl/Ilka Petrasko (AUT) Mitsubishi Lancer 23:50,8 (8. Gruppe N)

  • WM-Stände nach 12 von 14 Läufen:

    Fahrerwertung: 1. Grönholm 67 Pkt. (Weltmeister) - 2. Richard Burns (GBR) Peugeot 34 - 3. Colin McRae (GBR) Ford Focus 33 - 4. Panizzi 31 - 5. Sainz 29 - 6. Petter Solberg (Norwegen) Subaru 23

    Markenwertung: 1. Peugeot 147 Punkte (Weltmeister) - 2. Ford 89 - 3. Subaru 50 - 4. Mitsubishi und Hyundai je 9 - 5. Skoda 8

    • Bild nicht mehr verfügbar

      Der Weltmeister beim Driften

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