Italienische Wind startet noch heuer UMTS-Testbetrieb

4. Oktober 2002, 11:49
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Investitionen von 500 Millionen Euro in Festnetz geplant - Kampfansage an Telecom Italia

Das italienische Telekommunikationsunternehmen Wind will noch im Dezember in Rom und in der mittelitalienischen Stadt L'Aquila mit dem UMTS-System testweise starten. Mit einem breitflächigen UMTS-Start sei aber erst im Juli des kommenden Jahres zu rechnen, erklärte Wind-Geschäftsführer Tommaso Pompei am Freitag. Mit massiven Investitionen sagt Wind der Telecom Italia den Kampf im Festnetzbereich an.

Pläne

Laut Pompei plant der Konzern Investitionen im Wert von 500 Millionen Euro im Festnetzbereich. Ziel sei es, in den nächsten zwei Jahren 150.000 Abonnenten zu überzeugen, Telecom Italia zu verlassen und neue Verträge mit Wind zu unterzeichnen. Dies solle dank der neuen ADSL-Angebote erfolgen.

Zahlen

Im ersten Halbjahr 2002 meldete Wind rote Zahlen. Die Verluste betrugen 316 Millionen Euro, im ersten Halbjahr 2001 waren es noch 525 Millionen Euro gewesen. Der Umsatz kletterte um 16,5 Prozent auf 1,620 Mrd. Euro. In den nächsten zwei Jahren plant der Hauptaktionär Enel Investitionen in Höhe von einer Mrd. Euro für die Entwicklung des UMTS-Netzes. Wind ist eine der fünf Telekom-Gesellschaften, die im Oktober 2000 eine der fünf UMTS-Lizenzen in Italien erworben hatte. (APA)

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