Interglas mit massiven Verlusten

4. Oktober 2002, 11:14
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Einbruch beim Geschäft mit Glasgeweben für die Leiterplattenherstellung

Die börsennotierte Interglas Technologies hat das abgelaufene Geschäftsjahr mit nach eigenen Angaben unerwartet hohen Verlusten beendet. Wie das Unternehmen heute, Freitag, bekanntgab, betrug das Minus 24,5 Millionen Euro. Verantwortlich dafür sei vor allem der konjunkturelle Einbruch bei der Leiterplattenherstellung. Weitere Zahlen zum Jahresergebnis wurden nicht bekanntgegeben.

Marktführer

Interglas erzeugt Glasgewebe für die Elektro-Industrie und ist dabei europäischer Marktführer. Das Unternehmen bietet die "komplette Gewebeproduktpalette für dlie Elektroindustrie" zur Herstellung von Basismaterialien für gedruckte Schaltungen, elektrische Isolationslaminate und flexible Elektroisolierstoffe an. Der Bereich ist der Hauptumsatzträger des Konzerns und trägt zu 48 Prozent zu den Erlösen bei.

Rücklauf

Wie Interglas weiter mitteilte, wurde der negative Trend durch die Flaute in der Leiterplattenherstellung noch durch die rückläufige Konjunktur in der europäischen Bauindustrie und in der Luftfahrtindustrie, die zu den wichtigen Abnehmern der Gesellschaft zähle, verstärkt. Das Unternehmen verfüge aber noch immer über eine Eigenkapitalquote von 36,2 Prozent. Mit der Bereitstellung weiterer Kreditmittel von Seiten der Banken habe ein Konzept zur Restrukturierung und zur Kosteneinsparung im Konzern verabschiedet werden können. Damit könne der Break-Even schon bei deutlich geringeren Umsätzen möglich werden, hofft Interglas. (pte)

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