Georgien liefert tschetschenische Rebellen an Russland aus

4. Oktober 2002, 09:41
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Demnächst Gespräche zwischen den Präsidenten Schewardnadse und Putin

Tiflis - Georgien hat zur Entspannung des Konflikts mit Russland eine Gruppe mutmaßlicher tschetschenischer Rebellen an das Nachbarland ausgeliefert. Fünf von insgesamt 13 Männern, die im August nach Kämpfen in der russischen Teilrepublik Tschetschenien über die nahe Grenze nach Georgien geflohen waren, seien in der Nacht zum Freitag an Russland übergeben worden. Das teilte die Generalstaatsanwaltschaft in Tiflis nach Angaben der Agentur Interfax mit. Von russischer Seite wurden die Angaben zunächst nicht bestätigt.

Die Präsidenten beider Länder, Wladimir Putin und Eduard Schewardnadse, sollen am Sonntag oder Montag zu einem Gespräch zusammentreffen. Russland wirft Georgien vor, tschetschenischen Kämpfern Zuflucht zu bieten und drohte an, eigenständig Rebellen-Lager auf georgischem Territorium anzugreifen. Im georgischen Pankisi-Tal, wo sich tausende Flüchtlinge aus Tschetschenien aufhalten, protestierten Angehörige gegen die Auslieferung der fünf mutmaßlichen Rebellen.(APA/dpa)

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