Über 500 protestierten in Frankfurt gegen Irak-Politik der USA

3. Oktober 2002, 21:18
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Kundgebung bei Militärflughafen verlief friedlich

Frankfurt/Main - Mehr als 500 Menschen haben nach Angaben der Polizei am Donnerstag am Flughafen von Frankfurt am Main gegen die Irak-Politik der USA demonstriert. Eine Kundgebung vor dem von den US-Streitkräften genutzten militärischen Teil des Flughafens verlief demnach ohne Zwischenfälle. Die Demonstranten waren am Nachmittag vom Bahnhof Zeppelinheim zu dem Luftwaffenstützpunkt marschiert. Die anschließende Veranstaltung habe sich kurz vor 17.00 Uhr friedlich aufgelöst, sagte ein Polizeisprecher.

In einem Aufruf hieß es, die US-Regierung zimmere sich mit fadenscheinigen Begründungen eine Legitimation für einen Angriff auf Irak zurecht. Der Krieg könne noch vereitelt werden. Die in der Golfregion eingesetzten deutschen Soldaten müssten sofort abgezogen, die Nutzung der US-Militärbasen in Deutschland als Nachschubstützpunkte müsse verhindert werden.

Zu den Initiatoren des Protests gehörten die Globalisierungsgegner-Vereinigung ATTAC, mehrere Friedensinitiativen, Jugendorganisationen, die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, Mitglieder der IG Metall, die DKP, die PDS und die katholische Organisation Pax Christi.(APA/AP)

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