"ran" mit Reportern aus Österreich und Schweiz

3. Oktober 2002, 21:16
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Streit zwischen den Kirch-Sendern SAT.1 und DSF

Im deutschen Bundesligamagazin "ran" von SAT.1 werden am Samstag erstmals Reporter aus Österreich und der Schweiz die Spiele der höchsten deutschen Fußball-Klasse kommentieren.

Ungewöhnliche Maßnahme

Weil rund zehn SAT.1-Mitarbeiter nicht mehr für den Fernsehsender arbeiten dürfen, sollen Kollegen aus den Nachbarländern die Sendung retten. Hintergrund der ungewöhnlichen Maßnahme ist ein Streit zwischen den Kirch-Sendern SAT.1 und Deutsches Sportfernsehen (DSF), bei dem das Sportdienstleistungszentrum (SDZ) angesiedelt ist.

Keine Arbeitsverträge mit dem Privatsender

Mehrere SAT.1-Reporter haben keine Arbeitsverträge mit dem Privatsender, sondern mit dem SDZ unterzeichnet. Das SDZ hat bisher die TV-Leute an die Sender SAT.1, DSF und Premiere gegen ein Entgelt vermietet. "SAT.1 hat am 31. März den Vertrag mit dem SDZ mit Wirkung zum 30. Juni gekündigt. Im Rahmen der Nachbarschaftshilfe haben wir uns zunächst bereit erklärt, wie bisher zu verfahren. Bis zum 1. Oktober gab es aber keine Einigung über einen neuen Vertrag. Deswegen können wir diesen Gefallen nicht mehr leisten", begründete DSF-Geschäftsführer Stefan Ziffzer am Donnerstag das Arbeitsverbot für die Kollegen.

Nicht betroffen vom Streit in der Kirch-Familie sind die "ran"-Moderatoren Oliver Welke und Jörg Wontorra sowie Reporter wie Werner Hansch und Erich Laaser. Sie haben keine Verträge mit dem SDZ unterzeichnet, sondern arbeiten entweder fest oder als freie Mitarbeiter für SAT.1. (APA/dpa)

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