Euro steigt, US-Firmen zurückhaltend

3. Oktober 2002, 19:56
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Mit einer "sehr moderaten Erholung " wird gerechnet

New York - Der Euro ist am Donnerstag zum ersten Mal seit einem Monat über 0,99 Dollar geklettert. Erwartungen einer erneut schwachen Eröffnung der Wall Street und die anhaltende Furcht vor einem Irak-Krieg setzten die US-Währung unter Druck, sagten Händler.

Die meisten Chefs der großen US-Unternehmen erwarten einer Studie zufolge in den nächsten Monaten und in kommenden Jahr ein abgeschwächtes Wachstum der US-Wirtschaft, aber keine Rezession.

Rund 94 Prozent der von US Business Council befragten Unternehmenschefs rechneten für das zweite Halbjahr 2002 mit einem schwächeren US-Wachstum als den 3,2 Prozent, die im ersten Halbjahr noch erreicht wurden, hieß es in der Studie.

Zudem glaubten zwei Drittel nicht daran, dass die US-Wirtschaft nächstes Jahr um mehr als drei Prozent zulegen werde. "Der beste Fall für das nächste Jahr ist eine sehr moderate Erholung", sagte Bill Harrison, Vorstandschef der Investmentbank J.P. Morgan Chase. "Es ist eindeutig, dass sich die Unternehmen auf Kostendämpfung konzentrieren werden." (DER STANDARD Print-Ausgabe, 4.10.2002)

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