Unicef kritisiert Israel wegen Schulblockaden

3. Oktober 2002, 19:12
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Mehr als 226.000 Kinder und über 9000 Lehrer würden durch Ausgangssperren und andere Restriktionen daran gehindert, ihre Schulen zu erreichen

Jerusalem - Das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (Unicef) hat der israelischen Regierung vorgeworfen, durch die Militäroperationen in den Palästinensergebieten Tausenden palästinensischen Kindern den Schulbesuch unmöglich zu machen. Wie der Unicef-Sondergesandte in den Palästinensergebieten, Pierre Poupard, am Mittwoch in Jerusalem mitteilte, würden mehr als 226.000 Kinder und über 9000 Lehrer durch Ausgangssperren und andere Restriktionen daran gehindert, ihre Schulen zu erreichen. Besonders betroffen seien die Gebiete um Nablus, Jenin, Tulkarem und Hebron.

"Einer ganzen Generation palästinensischer Kinder wird das Recht auf Bildung verweigert", sagte Poupard. Israel habe nach der Genfer Konvention und der Konvention über die Rechte von Kindern die Verpflichtung, jedem palästinensischen Kind Zugang zur Bildung zu ermöglichen. (dpa/DER STANDARD, Printausgabe, 4./5.10.2002)

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