USA dringen auf NATO-Position zum Irak-Konflikt

3. Oktober 2002, 17:51
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Washington fordert Geschlossenheit auf Prager Gipfel

Brüssel - Spätestens auf dem NATO-Gipfel im November in Prag wollen die USA eine gemeinsame Linie der Verbündeten im Irak-Konflikt erreichen. Der stellvertretende US-Sicherheitsberater Stephen Hadley sagte am Donnerstag in Brüssel: "Prag wird der Ort sein, an dem die NATO über den Irak sprechen muss. Der Gipfel wird eine Gelegenheit sein, die Solidarität der Verbündeten im Lichte dieser allgemeinen Gefahr zu zeigen." Die freien Staaten der Welt "müssen zusammen handeln", sagte Hadley.

Bisher sind die europäischen NATO-Staaten im Irak-Konflikt gespalten. Großbritannien unterstützt den Kurs der USA vorbehaltlos, auch Italien und Spanien tendieren in diese Richtung. Frankreich will zunächst über eine Resolution des UNO-Sicherheitsrats mehr Druck auf den Irak ausüben. Deutschland hat sich gegen jegliche Beteiligung an einem Krieg ausgesprochen. Die NATO-Staats- und Regierungschefs kommen am 21. und 22. November zu ihrem Gipfeltreffen in Prag zusammen. Schwerpunkt des Treffens soll eine neue Erweiterungsrunde der Allianz sein.(APA/AP)

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