Trotz Branchen- und Konjunkturkrise

3. Oktober 2002, 15:52
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Deutsche IT-Entscheider streifen durchschnittlich 280.494 Euro ein

IT-Entscheider in deutschen Unternehmen verdienen trotz Branchen- und Konjunkturkrise alles andere als schlecht. Wie eine Studie im Auftrag des IT-Wirtschaftsmagazins "CIO" ergab, können CIOs (Chief IT Officers) im Durchschnitt mit einem Jahreseinkommen von 280.000 Euro rechnen. Damit verdienen IT-Manager nicht weniger als vor zwei Jahren. Die meisten konnten gegenüber damals sogar zulegen, so Katja Hollaender-Herr von der Personalberatung Heidrick & Struggles, die die Studie durchführte: "Allerdings müssen IT-Verantwortliche heute höher springen für ihr Geld", sagte Hollaender-Herr.

Zugenommen

Die erfolgsabhängigen Anteile am Gehalt haben in den letzten Jahren freilich zugenommen. So sind derzeit im Durchschnitt 36,8 Prozent des Einkommens vom Unternehmenserfolg oder anderen individuell vereinbarten Faktoren abhängig. Vor zwei bis drei Jahren betrug der erfolgsabhängige Anteil selten mehr als 20 Prpozent. Besonders auf den höchsten Hierarchie-Ebenen regelt der Erfolg die Bezahlung, heißt es in der Studie: CIOs, die im Vorstand oder in der Geschäftsführung sitzen, müssen sich einen variablen Gehaltsanteil von immerhin 41,3 Prozent gefallen lassen.

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Mit der Hierarchie wachsen laut Studie aber auch die Gehälter hochrangiger IT-Entscheider: Die 37 befragten CIOs auf Vorstandsebene verdienen derzeit mit fast 367.000 Euro im Jahr um zwei Drittel mehr als ihre Kollegen in Direktions-, Bereichs- oder Hauptabteilungsleiterfunktionen. Am meisten gezahlt wird CIOs bei Finanzdienstleistern: Dort kommen IT-Entscheider auf deutlich über 400.000 Euro. Und Jobwechsel sind, so zeigt die Studie, für die Gehaltsentwicklung förderlich: So konnten die CIOs in diesen Fällen im Durchschnitt beim Gehalt um 20,6 Prozent zulegen. (pte)

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