Was versinken wird ...

25. Oktober 2002, 11:46
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Wiener Ausstellung zeigt Fundstücke von Ausgrabungsstätten, die Chinas Drei-Schluchten- Staudamm zum Opfer fallen werden

Chinas Drei-Schluchten-Staudamm am Yangtsekiang bleibt eines der umstrittensten Großprojekte der Gegenwart. Es warnen nicht nur Umweltschützer vor den unabsehbaren ökologischen Folgen dieses größten Staudamms aller Zeiten - das Monster-Projekt hat auch drastische soziale und kulturelle Auswirkungen: Hinter der Staumauer wird sich ein See von 632 Kilometern Länge bilden, der 19 Städte, 326 Ortschaften, 657 Fabriken und fast 30.000 Hektar besten Ackerbodens überfluten wird. Zwischen einer und zwei Millionen Menschen verlieren dadurch ihre Heimat, ihren Boden und ihre Vergangenheit, denn auch zahlreiche antike Tempel und andere archäologische Stätten werden im Wasser versinken.

Eine Reihe von Ausgrabungsobjekten dieser Stätten zeigt nun die Galerie Zacke in Wien: Die Objekte stammen aus dem fünften vorchristlichen bis zum dritten nachchristlichen Jahrhundert - was kulturell der "Periode der Streitenden Reiche" bis zur Han-Dynastie entspricht. Unter anderem enthält die Schau eine große Terrakotta-Gruppe mit Pferd und Karren aus der Östlichen Han-Dynastie (siehe linke Spalte). Neben Terrakotta sind auch Gegenstände aus Bronze und glasierter Keramik in der Schau enthalten. (red)

Die ersten am Yangtse: Ausstellung von 10. 10. bis 16. 11. in der Galerie Zacke im Palais Esterházy
  • Gaukler aus Terrakotta, Han-Dynastie (206 vor - 221 nach)
    foto: galerie zacke

    Gaukler aus Terrakotta, Han-Dynastie (206 vor - 221 nach)

  • Terrakotta-Pferd mit Karren, China, Östliche Han-Dynastie (1./2. Jh.)
    foto: galerie zacke

    Terrakotta-Pferd mit Karren, China, Östliche Han-Dynastie (1./2. Jh.)

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