Mails vom Bundespräsidenten gehen um

4. Oktober 2002, 12:22
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"Bei den unter thomas.klestil@hofburg.at versandten E-Mails handelt es sich um eine Fälschung", so die Präsidentschaftskanzlei

Die Unart, gefälschte E-Mails mit dem Absender prominenter Politiker in Umlauf zu setzen, macht Schule. Diesmal ist Bundespräsident Thomas Klestil betroffen. Die Präsidentschaftskanzlei teilte am Donnerstag in einer Aussendung mit, "bei den unter thomas.klestil@hofburg.at versandten E-Mails handelt es sich um eine Fälschung. Weder der Bundespräsident noch jemand aus seinem Büro sind Autor dieser Nachricht. Unmittelbar nachdem die Präsidentschaftskanzlei Kenntnis von dieser Fälschung bekommen hat, wurde die Staatsanwaltschaft informiert, die in der Sache tätig geworden ist."

"Mit Besorgnis sehe ich ..."

In dem gefälschten E-Mail ist zu lesen: "Mit Besorgnis sehe ich (Klestil, Anm.) der zukünftigen politischen Entwicklung unseres Landes entgegen. Es ist sicherlich keinem Österreicher entgangen, dass die letzten politischen Geschehnisse in unserem Lande Grund zur Sorge bereiten. Die politischen Altkräfte in unserem Land sind offensichtlich nicht mehr in der Lage genug, für eine aussichtsreiche Zukunft unseres Landes, rechtzeitig, notwendige Weichenstellungen vorzunehmen." Empfohlen werden "politische Alternativen" wie das Liberale Forum und "Die Demokraten", von denen auch die Internet-Adressen angeführt werden.

Mail von Karl-Heinz

Im Sommer wurden gefälschte E-Mails mit den Adressen des Finanzministers und des Bundeskanzlers zur Eurofighter-Diskussion verschickt. Damals hieß es in Medienberichten, dass die Spur des mutmaßlichen Absenders nach Brasilien führe. Sich im Internet eine andere Identität zuzulegen und E-Mails zu versenden, erfordere keine große Sachkenntnis, so Experten. Im Web bieten gewisse Seiten solche Dienste an. (APA)

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