Mazedonische Sozialdemokraten verhandeln mit Ex-Rebellen über Koalition

3. Oktober 2002, 13:38
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Konstituierende Sitzung des Parlaments - Ahmeti tritt Parlamentsmandat möglicherweise nicht an

Skopje - Die mazedonischen Sozialdemokraten (SDSM) wollen nach der konstituierenden Sitzung des Parlaments mit der Partei der früheren Albaner-Rebellen (BDI) über eine Regierung verhandeln. Es habe bereits einen ersten Kontakt gegeben, sagte ein SDSM-Vertreter am Donnerstag in Skopje. Am Nachmittag sollten sich die 120 Abgeordneten des neuen Parlaments zu einer ersten Sitzung in der Hauptstadt versammeln.

Nach Angaben aus der Demokratischen Union für Integration (BDI) des früheren albanischen Rebellenführers Ali Ahmeti war weiter unklar, ob der Parteivorsitzende selbst sein Parlamentsmandat antreten wird. Ahmetis Rebellenkämpfer hatten sich im vergangenen Jahr Kämpfe mit Regierungstruppen geliefert, bis ein Friedensplan mit der Garantie für mehr Rechte der albanischen Volksgruppe unterzeichnet wurde. (APA/dpa)

Nach dem Endergebnis der Wahl, um das es Streit gegeben hatte, kommt die SDSM mit ihrem Wahlbündnis Gemeinsam für Mazedonien auf 60 der 120 Parlamentssitze. Das "Kopf-hoch"-Bündnis der bisher regierenden VMRO-DPMNO erhält 33 Mandate. Ahmetis BDI erhält 16 Sitze. Die Albaner-Partei PDP kommt auf zwei, die albanische NDP auf ein Mandat. Die Sozialistische Partei zieht mit einem Abgeordneten ein.
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