Neun Jungforscherinnen erhalten FWF-Stipendien

3. Oktober 2002, 12:27
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Wien - Von der Bedeutung natürlicher Reize über die Abschätzung des Ausmaßes von Hochwasserereignissen in Wildbacheinzugsgebieten bis zu einer neuen Generation genetischer Impfstoffe gegen Malaria reichen die Forschungsschwerpunkte jener neun jungen Forscherinnen, die heuer vom Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung (FWF) für Hertha Firnberg-Nachwuchsstellen ausgewählt wurden. Mit den Postdoc-Stellen, die am Donnerstag von Bildungsministerin Elisabeth Gehrer feierlich verliehen wurden, sollen Frauen am Beginn ihrer akademischen Karriere größtmögliche Unterstützung erfahren.

Die neun Wissenschafterinnnen können damit ein dreijähriges Forschungsprogramm beginnen. Refundiert werden dabei die Gehaltskosten für eine Postdoc-Stelle von derzeit jährlich 44.270 Euro, die Kosten für einen großen Lehrauftrag pro Semester und frei verfügbare Mittel in Höhe von jährlich 8.000 Euro. Das Hertha-Firnberg-Programm wurde 1998 ins Leben gerufen und wird vom FWF im Auftrag des Bildungsministeriums durchgeführt. Mit den heurigen Preisträgerinnen wurden bisher 51 insgesamt Forscherinnen im Rahmen des nach der ersten österreichischen Wissenschaftsministerin benannten Programms gefördert.

Folgende Nachwuchs-Forscherinnen erhielten heuer für die Durchführung ihrer Projekte die Firnberg-Stellen: Ulrike Aust (Institut für Zoologie, Uni Wien, "Die Bedeutung natürlicher Reize"), Margarete Focke-Tejkl (Institut für Pathophysiologie, Uni Wien, "Peptid-Allergieimpfstoffe basierend auf B-Zell Epitopen"), Rita Grandori (Institut für Chemie, Uni Linz, "Proteinfaltung und -bindung untersucht mit Massenspektrometrie"), Gertraud Meissl (Institut für Geographie, Uni Innsbruck, "Expertensystem: Systemzustände in Wildbacheinzugsgebieten"), Guadalupe Pinar (Institut für Mikrobiologie und Genetik, Uni Wien, "Monitoring von Restaurierung mit molekularen Methoden"), Sandra Scheiblhofer (Institut für Chemie und Biochemie, Uni Salzburg, "Neue Generation genetischer Impfstoffe gegen Malaria"), Genia Schönbaumsfeld (Institut für Philosophie, Uni Wien, "Wittgenstein, Kierkegaard und der religiöse Glaube"), Martina Witsch-Baumgartner (Institut für Medizinische Biologie und Humangenetik, Uni Innsbruck, "Modulierende Faktoren im Smith-Lemli-Opitz-Syndrom") und Elza Yordanova (Institut für Paläontologie, Uni Wien, "Experimente zur Gehäusezerstörung bei Großforaminiferen"). (APA)

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