Vivendi Universal will Videospiele-Tochter an die Nasdaq bringen

3. Oktober 2002, 11:47
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Börsegang im ersten Halbjahr 2003 soll 800 Millionen US-Dollar einbringen

Nach Angaben der Pariser Wirtschaftszeitung Les Echos vom Donnerstag will der Krisen geschüttelte französische Mischkonzern Vivendi Universal seine Tochtergesellschaft für Videospiele an die Nasdaq bringen. Die Operation soll im ersten Halbjahr 2003 stattfinden und 800 Mill. US-Dollar (813 Mill. Euro) einbringen, heißt es in dem Zeitungsbericht, der sich auf gut informierte Quellen bezieht.

 

Laut Les Echos wird der Konzern zwischen 51 und 60 Prozent der mit 1,5 bis 2,5 Mrd. Dollar bewerteten Tochter behalten. Vivendi-Geschäftsführer Jean-Rene Fourtou hatte bereits bei der Vorstellung eines Sanierungsplans zur Rettung des Großunternehmens betont, dass er einen Teil der Gesellschaft abgeben, allerdings die Mehrheit im Kapital beibehalten wolle.

Vivendi Universal Games (VUG) kontrolliert die Videospiel-Produktionsfirmen Blizzard Entertainment, Sierra, Black Label Games, NDA Productions, Universal Interactive und Massive Entertainment. Zu ihren großen Erfolgen zählt die Spielserie Warcraft, deren dritte Ausgabe sich seit vergangenem Juli bereits in 1,5 Mill. Exemplaren verkauft hat. VUG rechnet heuer laut Les Echos mit einem Jahresumsatz von 750 bis 850 Mill. Euro. (APA)

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