Graz: Mysteriöser Tod einer jungen Ärztin

3. Oktober 2002, 16:34
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Massive Gehirnschwellung - Fremdverschulden ausgeschlossen

Graz - Der mysteriöse Tod einer 33-jährigen Ärztin in Graz konnte auch durch eine Obduktion nicht vollends geklärt werden. Wie die Gerichtsmediziner diagnostizierten, war an der Toten eine massive Gehirnschwellung festzustellen, wie dies etwa auch bei einer Medikamentenüberdosis auftritt. Ein Verdacht auf Fremdverschulden liege nicht vor, hieß es von der Kripo. Die toxikologischen Untersuchungen, wie nähere Aufschlüsse bringen könnten, werden erst in einer Woche vorliegen.

Die junge Frau, die als Anästhesistin am LKH Graz beschäftigt war, ist in der Nacht auf Donnerstag von ihrem Lebensgefährten in ihrer Wohnung in Graz-Mariagrün tot aufgefunden worden. Die Frau lag im Bett und hing an einer Infusionsflasche. Zum Zeitpunkt der Auffindung war sie vermutlich schon mehrere Stunden tot.

In der Infusion hat sich laut Beschriftung eine Elektrolytlösung befunden, ein Ausgleichsmittel, wie es von Sportlern nach körperlicher Überanstrengung zur Stabilisierung des Kreislaufes verwendet wird. Angeblich soll sich die junge Frau auf den Graz-Marathon am kommenden Sonntag vorbereitet haben. An einen direkten Zusammenhang glaubt Kripo-Chef Anton Lehr allerdings nicht: "Die Frau kann auch ein anderes Mittel eingenommen haben, das mit der Infusion nichts zu tun hat". (APA)

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