"Not In Our Name"

3. Oktober 2002, 10:54
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KünstlerInnenproteste gegen einen Irak-Krieg der USA in amerikanischen Metropolen

New York - Mit einer Protestkundgebung im New Yorker Central Park wollen Künstler, Intellektuelle und Wissenschafter am Sonntag gegen einen Irak-Krieg der USA demonstrieren. Rund 10.000 Menschen werden erwartet, sagte eine Sprecherin der Organisation "Not In Our Name" (Nicht in unserem Namen) am Donnerstag. Man wolle ein "Versprechen des Widerstands" gegen eine mögliche US-Militärintervention sowie "Unterdrückungsmaßnahmen" im eigenem Land geben.

Außer in New York sind am Wochenende und Montag (5.-7. Oktober) auch in Los Angeles, San Francisco und anderen amerikanischen Städten Protestveranstaltungen gegen den Irakkurs von Präsident George W. Bush geplant.

"Versprechen des Widerstands"

In einer ganzseitigen Anzeige in der "New York Times" vom 19. September hatte die Initiative "Not In Our Name" sich an die Öffentlichkeit gewandt. Inzwischen hätten hunderte Persönlichkeiten sich dem Protest angeschlossen, darunter die Schauspielerinnen Jane Fonda und Susan Sarandon, die Schriftsteller Kurt Vonnegut und Gore Vidal, die Dramatiker Eve Ensler und Tony Kushner sowie mehrere Universitätsprofessoren.

Zu der Kundgebung im Central Park erwartet "Not In Our Name" lokale Politiker und Künstler als Sprecher. Das "Versprechen des Widerstands", das vorab in mehreren Sprachen im Internet veröffentlicht wurde, soll bei der Veranstaltung gemeinsam gesprochen werden. Darin heißt es unter anderem: "Nicht in unserem Namen/ wirst Du endlosen Krieg führen/ darf es noch mehr Tote geben/ und weiteres Eintauschen von Blut gegen Öl/ Nicht in unserem Namen/ wirst Du in Länder einfallen/ Zivilisten zerfetzen, noch mehr Kinder ermorden/ die Geschichte über die Gräber der Namenlosen hinweg schreiben lassen". (apa/dpa/red)

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