Josemaria Escriva

3. Oktober 2002, 10:41
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Josemaria Escriva wurde 1902 im nordspanischen Barbastro geboren. Nach einem Jus- und Theologie-Studium kam er 1927 nach Madrid. Sein seelsorgliches Engagement galt besonders den sozial benachteiligten Menschen in den Elendsvierteln der Millionenstadt. 1928 gründete er das "Opus Dei" (Werk Gottes).

Grundinspiration Escrivas war, Menschen aller Gesellschaftsschichten - ausgehend von den Intellektuellen - eine besondere Berufung zu erschließen, die darin bestand, den Alltag zu heiligen und apostolisch zu wirken. Escriva starb am 26. Juni 1975.

Schon zu Lebzeiten umstritten

Schon zu Lebzeiten des Ordensgründers Escriva stand das Opus Dei innerkirchlich wie außerkirchlich im Mittelpunkt von Kontroversen. So kritisierte 1963 der angesehene Theologe Hans Urs von Balthasar Escrivas "Weg" wegen seiner militanten Sprache und warnte vor einer "fundamentalistischen" Indoktrination.

Seligsprechung

Die Wogen gingen insbesondere im Vorfeld der Seligsprechung Josemaria Escrivas hoch, die in den Augen der Kritiker viel zu rasch erfolgt war. Die Seligsprechung wurde am 17. Mai 1992 in Rom vorgenommen. Bereits zehn Jahre zuvor hatte Papst Johannes Paul II. das Opus Dei in den Rang einer Personalprälatur erhoben. (APA)

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