New Yorker Internet World in der Krise

3. Oktober 2002, 10:28
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Messe schrumpft zur Bedeutungslosigkeit - Heuer haben sich nur noch 100 Aussteller gefunden

Die New Yorker Internet World, einst eine der bedeutendsten Branchenmessen, steckt in der Krise. Auf die am Donnerstag zu Ende gehende Hightechmesse haben sich nur mehr 100 Aussteller verirrt, nachdem im Vorjahr die Zahl der Aussteller noch bei 260 gelegen war. Die belegte Fläche schrumpfte gar auf ein Viertel. Vor zwei Jahren hatten noch 1.000 Aussteller auf 4.000 Ständen ihre Produkte und Dienstleistungen präsentiert.

E-Commerce-Unternehmen fehlten

In diesem Jahr fehlten vor allem bedeutende E-Commerce-Unternehmen wie Amazon, eBay oder Covisint, die Einkaufsplattform der Automobilindustrie. Auch der einst großflächige deutsche Gemeinschaftsstand fehlte, einziger deutscher Aussteller war das Hamburger Softwarehaus Gauss, ein Hersteller von Contentmanagement-Software. Dessen Marketingchef Rene Schimmer äußerte sich zwar zufrieden über einige Gespräche mit großen deutschen Firmen, die in den USA ihre Niederlassung haben. Doch seine Kollegin Miriam Hirschler von der Messeabteilung stellte gegenüber der Nachrichtenagentur ddp klar: "Im nächsten Jahr sind wir definitiv nicht mehr dabei."

Besucherschwund

Was die genaue Besucheranzahl betrifft, hüllte man sich bei der Messe in Schweigen. Ein Indiz für die mangelnde Resonanz waren aber die Eröffnungsveranstaltungen von Microsoft, Computer Associates und Sprint, zu denen sich nur 150 bis 200 Teilnehmer eingefunden hatten. Im Vorjahr hatten diese Events noch zehn Mal so viele Besucher angelockt. Und das geringe Publikumsinteresse war berechtigt, denn die Veranstaltung präsentierte keine Neuheiten. Einzig die US-amerikanische Telefongesellschaft Sprint, die als Haussponsor der Internet World fungierte, stellte das kürzlich landesweit eingeführte Mobilfunknetz der dritten Generation vor.(pte)

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