Israelische Soldaten erschießen Palästinenser in Jenin

3. Oktober 2002, 07:59
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Panzer hatten das Feuer auf Bewohner eröffnet, die das Ausgehverbot missachteten

Nablus - Israelische Soldaten haben am Donnerstag in der autonomen Stadt Jenin im Westjordanland einen Palästinenser erschossen. Wie palästinensische Sicherheitskräfte mitteilten, wurde der 45-jährige Mann auf einem Obst- und Gemüsemarkt am Kopf getroffen. Panzer hatten zuvor das Feuer auf Bewohner eröffnet, die das Ausgehverbot missachteten. Das Ausgehverbot war in den vergangenen drei Tagen aufgehoben worden. Daher waren viele Bewohner nach palästinensischen Angaben der Auffassung, dass sie sich auch am Donnerstag frei bewegen könnten.

Nach Armeeangaben beschossen Palästinenser eine jüdische Siedlung im Zentrum des Gazastreifens mit Mörsergranaten, ohne dass Menschen zu Schaden kamen. In der Ortschaft Wadi Gaza zerstörten israelische Soldaten das Haus eines Mitglieds der El-Aksa-Brigaden. Die bewaffnete Gruppe steht der Fatah-Bewegung von Palästinenserpräsident Yasser Arafat nahe. Nach palästinensischen Angaben wurden sechs Palästinenser festgenommen. Das Militär bestätigte fünf Festnahmen. (APA/AP)

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