Irakische Opposition: Neue Regierung könnte Öl-Produktion erhöhen

3. Oktober 2002, 07:00
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"Förderquoten reichen nicht aus, um Schulden zu begleichen"

Washington - Ein hochrangiges Mitglied der irakischen Opposition hat vorgeschlagen, nach einem Sturz von Präsident Saddam Hussein die Öl-Produktion des Landes zu erhöhen.

Ahmed Chalabi vom Irakischen Nationalkongress sagte am Mittwoch in Washington, dies müsste jedoch mit der Organisation Erdöl exportierender Staaten (OPEC) abgestimmt werden. "Die gegenwärtigen Ölförder-Quoten reichen nicht aus, um Schulden zu begleichen und die Fragen des sofortigen Wiederaufbaus, der Lebensmittel- und medizinischen Versorgung, der Notversorgung und auch der Entwicklung des Landes zu lösen."

Öffnung des irakischen Ölhahns

Chalabi betonte, dass er nicht für den Kongress spreche, der keine offizielle Öl-Politik habe. US-Unterstaatssekretär Grant Aldonas sagte am Mittwoch in Warschau, der von der US-Regierung befürwortete Sturz Husseins könne durch eine "Öffnung des irakischen Ölhahns" die Weltwirtschaft ankurbeln. "Das ist nicht der Sinn von Maßnahmen gegen Saddam Hussein und Irak, aber wirtschaftlich gesehen wäre es mit Sicherheit eins der Ergebnisse", sagte er. Der Irak produziert zurzeit fast zwei Millionen Barrel Öl pro Tag. Das Land verfügt über die zweitgrößten Ölreserven der Erde. (APA)

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