Wien-Mitte: FP-Strache sieht Welterbe weiter in Gefahr

3. Oktober 2002, 14:31
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Bauhöhe der Türme entspreche nicht den UNESCO-Kriterien

Wien - Der stellvertretende Obmann der Wiener FPÖ, Heinz-Christian Strache, ist mit dem Bericht der Stadt Wien an die UNESCO nicht zufrieden. Das Hochhausprojekt in Wien-Mitte gefährde das Weltkulturerbe-Prädikat für die Innenstadt, bekräftigte er am Donnerstag in einer Aussendung. Er verwies darauf, dass die geplante Bauhöhe der Türme explizit nicht den Kriterien der UNESCO und des Denkmalschutzbeirats ICOMOS entspreche.

Heftige Kritik übte er an der Vorgehensweise der Stadt bei der Veröffentlichung des Berichts. Der Stadtsenat sei nicht vorab von den Inhalten informiert worden, der FPÖ wurde laut Strache die Herausgabe verweigert. Dies zeichne einmal mehr ein "Sittenbild der sozialistischen Stadtverwaltung", die "in guter alter DDR-Manier" die Öffentlichkeit vom Entscheidungsprozess ausschließe und mit "kreativer Wahrheitsauslegung" versuche, die Wiener und offenbar auch die UNESCO an der Nase herumzuführen.

Das Büro von Planungsstadtrat Rudolf Schicker (S) kündigte in einer Aussendung an, dass der Bericht in wenigen Tagen unter http://www.wien.at im Internet veröffentlicht werde. Eine Kurzfassung war am Donnerstagnachmittag bereits abrufbar. (APA)

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    Projekt Wien-Mitte

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