Die Internet-Connection - Eine Auswahl an Breitbanddiensten

3. Oktober 2002, 11:25
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Praktisch alle Studenten und Schüler haben irgendwo einen Internetzugang. Wer exzessiv surft und mailt, sollte seine Rechnung checken, denn die neuen Breitbanddienste sind schneller und oft billiger, als der klassische Minutentarif. DER STANDARD bringt eine Auswahl.

Wen interessiert noch das Schnecken-Internet? Gar nicht so wenige, wie der jüngste Austrian Internet Monitor (AIM) des Marktforschers Integral zeigt. Denn zwar haben fast drei Viertel aller österreichischen Schüler und Studiosi daheim ein Patschenkino mit Maus, aber nur 39 Prozent eine speedige Breitband-Netzverbindung. "Die Dunkelziffer ist sehr hoch", sagt Integral-Chef Manfred Tautscher, "viele wissen gar nicht, mit welcher Anbindung sie im Netz sind." Demnach treiben sich 45 Prozent im Schneckentempo in den virtuellen Welten herum - vermutlich aus Kostengründen, denn die schnelle Maus hat monatlich einen Fixpreis, der locker einige Kinoabende ausmachen kann.

Wer mehrmals den selbst oder von seinen Finanziers gesetzten Budgetrahmen sprengte, sollte allerdings schleunigst eine Gesamtkostenrechnung anstellen. Ein Umstieg auf Kabel- oder ADSL-Anschluss lohnt sich nicht selten. Das haben auch die Provider erkannt, einige locken deshalb mit speziell auf Studenten zugeschnittenen herbstlichen Einstiegsangeboten. Einziger Haken: Die Wohngegend darf nicht allzu entlegen sein, sprich nicht außerhalb der Bezirkshauptstädte, am Land ist es oft Essig mit dem Breitbandnetz.

Neben

"ADSL small"

von

Inode

gibt es neuerdings

xdsl@student. Dieser von Inode und TU-Graz entwickelte DSL-Zugang bietet 640 Kilobit Down- und 128 Kbit Upload. An der Karl-Franzens Universität ist das Transfervolumen sogar unlimitiert. Die monatliche Grundgebühr des Tarifmodells, das ab November auch in Wien feilgeboten wird, beträgt 35 Euro. Da Inode bei dieser Internet-Connection mit Direktanschlüssen arbeitet und keine Sprachtelefonie integriert ist, fallen keine weiteren Kosten bei der Telekom Austria (TA) an, verspricht Inode. Einmalige Errichtungskosten: 179 Euro, Modem-Kaution: 100 Euro. Ein Bonus-Paket hat T-Online, die Online-Schwester der Mäxchen, pardon T-Mobile, geschnürt: Wer sich ein Jahr an

dsl 700 MB

bindet, zahlt in den ersten sechs Monaten keine Grundgebühr. Wer über 700 Megabyte versurft, zahlt sieben Cent pro MB. Monatliche Grundgebühr: 19,90 Euro plus 29 Euro (an TA zu zahlen), Errichtungskosten (an TA): 130,81 bzw. 43,52 Euro bei Selbstinstallation.

Student Connect heißt der studentische Breitbandzugang bei Chello, dem Internet-Arm von UPC Telekabel. Surfen rund um die Uhr zum Fixpreis ist in Wien, Wiener Neustadt, Graz, Klagenfurt und Innsbruck möglich. Monatliche Fixgebühr: 35 Euro, Errichtungskosten 50 Euro, der Umstieg von "Chello plus" auf das billigere Studentenpaket kostet zusätzlich 8,70 Euro.

Ehe die SurferIn bei der

Telekom Austria

andockt, muss klar sein, ob

AonSpeed

ein 30-stündiges Zeit- oder ein bzw. vier Gigabyte starkes Datenguthaben hat. Spezielle Studenpakete gibt es nicht, aber wer sich das Installieren selbst zutraut, reduziert die Installationskosten von 130,80 auf 43,52 Euro. Ist kein TA-Telefonanschluss vorhanden, fallen auf jeden Fall 156,96 Euro an. Die monatlichen Fixkosten variieren - je nach Tarifmodell - zwischen 21,72, 29,08 und 37,46 Euro. Dazu fallen 11,54 Euro für die ADSL-Zugangsleistung und 15,98 Euro für den Telefonanschluss an - Telefonieren und Surfen gleichzeitig ist kein Problem. (Luise Ungerboeck/DER STANDARD, Print-Ausgabe, 3.10.2002)

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    montage: derstandard.at
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