Schleusen offen bei Technologiemilliarden

2. Oktober 2002, 20:18
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Der Wettlauf um die 17,5 Milliarden des sechsten EU-Forschungsprogramms kann beginnen - mit Grafik

Wien - Der Wettlauf um die Milliarden des sechsten EU-Rahmenprogramms für Forschung und Technologieentwicklung kann beginnen. Zur Verteilung stehen 17,5 Mrd. EURO an, die von der Kommission am Montag in sieben Schwerpunkten gebündelt beschlossen wurden (siehe Grafik).

Die ersten Ausschreibungen des bis 2006 laufenden Programms werden im November vorliegen, bis dahin wollen sich Österreichs Institutionen und Unternehmen rüsten, kündigten Bildungsministerin Elisabeth Gehrer und Wirtschaftskammerpräsident Christoph Leitl in einer Pressekonferenz am Mittwoch an. Als Koordinator fungiert das Büro für internationale Forschungs- und Technologiekooperationen (BIT).

Hohe Wertschöpfung

Die EU verfolgt mit dem Rahmenprogramm vorrangig das Ziel, einen europäischen Forschungsraum zu schaffen und damit direkt und indirekt zur Leistungsfähigkeit Europas beizutragen, sagte Richard Escritt von der EU-Kommission. Hohe Wertschöpfung soll insbesondere mittels transnationaler Partnerschaften erzielt werden, denn auf jeden in die Forschung investierten Euro, komme eine Wertschöpfung von drei bis vier Euro, betonte die aus Belgien stammende EU-Abgeordnete Godelieve Quisthoudt-Rowohl.

"Es geht los, jetzt ist eure Stunde gekommen", der Topf für Klein- und Mittelbetriebe (KMU) sei mit 2,2 Mrd. EURO gefüllt, sagte Leitl in Richtung der innovationsfreudigen Betriebe. Vom Vorgängerprogramm sind von insgesamt 270 Mio. EURO an Fördermitteln rund 100 Mio. EURO in die Forschungsaktivitäten heimischer Betriebe geflossen. Das sei etwas mehr als eingezahlt wurde und entspreche einer Steigerung des Rückflusses um 40 Prozent gegenüber dem 4. Rahmenprogramm, erklärte BIT-Chef Manfred Horvat. 36 Prozent gingen an Universitäten, 19 an außeruniversitäre Einrichtungen. Diesmal sollen die Rückflüsse um zehn Prozent höher sein.. Österreichs Firmen seien zwar Kooperationsmuffel, die Chance liege aber in länderübergreifenden Kooperationen, betonte Leitl. In der ersten Ausschreibung werden nur rund 200 "integrierte Projekte" und "Exzellenznetze" ausgewählt. (DER STANDARD Print-Ausgabe, 3.10.2002)

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