Karola Paul vom UNHCR im STANDARD-Gespräch

2. Oktober 2002, 19:51
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  • Über die Kritik an der neuen Richtlinie aus Genf: "Das Vorgehen Österreichs ist einzigartig in Europa, daher auch die Kritik vom UNO-Flüchtlingshochkommisariat. Es wird befürchtet, dass die Richtlinie innerhalb der EU Nachahmung findet."

  • Über die abwehrende Reaktion Innenminister Ernst Strassers auf diese Kritik: "Ich glaube, er will sich mit allen Mitteln wehren. Wenn er, wie im ZiB2-Interview, vom UNHCR als "ausländische Organisation" spricht, sollte er nicht vergessen, dass auch Österreich Mitglied des UNHCR-Exekutivkommittees ist."

  • Über die Zukunft der Asylverfahren: "Der UNHCR ist für eine Beschleunigung der Verfahren. Eine solche würde die Glaubwürdigkeit des Instruments "Asyl" nur erhöhen."

  • Über ein Zuwanderungsgesetz: "Ein Zuwanderungsgesetz wie in der Bundesrepublik Deutschland würde Flüchtlingsströme wie jetzt aus dem Kosovo nach Österreich abhalten. Die Menschen würden nicht mehr über einen Asylantrag Zugang zum Arbeitsmarkt suchen." (bri/DER STANDARD, Printausgabe, 3.10.2002)
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