Lehrgänge schließen Lücken

2. Oktober 2002, 18:58
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Wahlfachstudien an der Uni Innsbruck reagieren auf Wissensbedürfnisse

Studenten und Studentinnen der Geisteswissenschaft, die neben dem Hauptfach eine vertiefende Auseinandersetzung suchen, erhalten an der Uni Innsbruck dazu ein fachübergreifendes Angebot. Im Herbst treten mehrere interdisziplinäre Wahlfachstudiengänge in Kraft, mit denen man versucht, auf aktuelle Wissensbedürfnisse zu reagieren.

Eine Lücke im österreichischen Ausbildungssystem schließt etwa der Lehrgang "Politische Bildung", den die Institute für Politikwissenschaft und Zeitgeschichte, koordiniert von Peter Filzmaier, anbieten. Reagiert wird auf verstärkte Nachfrage an Schulen, in der Erwachsenenbildung oder Parteiakademien. Gelehrt wird, wie die Stärkung von Demokratiebewußtsein oder politischer Mündigkeit vermittelt werden kann.

Bundesweit Neuland wird auch mit dem interfakultären Studiengang "Feministische Gesellschafts- und Kulturwissenschaften" beschritten, der in Kooperation von acht Instituten den Gender-Blickwinkel sowohl auf symbolische Ordnungen wie auf politische Praxen oder "Herrschaftsverhältnisse" nicht zuletzt an der Universität richtet.

"Grundlagen der Psychotherapie" vermittelt ein Studiengang, der für angehende Therapeuten als Theorieteil des psychotherapeutischen Propädeutikums angerechnet werden kann. "Intersdisziplinäre Sexualwisenschaft" spannt den Bogen von der Geschlechtsindentität zur Sexualberatung. Der Lehrgang "Medien in Theorie und Praxis" bündelt ein bisher verstreutes Angebot für Interessierte an Medienberufen. Die "Interdisziplinären Italienstudien" korrespondieren mit der auch geopolitisch gewachsenen Aufmerksamkeit für den südlichen Nachbarn. (bs/DER STANDARD, Print-Ausgabe, 3.10.2002)

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