UBS verlangt ab Jänner Gebühren für Zahlungen übers Internet

2. Oktober 2002, 17:34
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Kleinkunden bezahlen fortan 30 Rappen pro Zahlung

Ab Jänner 2003 müssen viele UBS-Kunden für eine Zahlung via Internet oder über einen "multimat"-Automaten 30 Rappen (0,21 Euro) bezahlen. Die neue Gebühr fällt nur bei Kundinnen und Kunden an, die bei der Bank über weniger als 10.000 Franken Guthaben verfügen.

Zahlungen übers Internet seien derzeit noch gebührenfrei, bestätigte UBS-Sprecher Axel Langer entsprechende Medienberichte gegenüber der Nachrichtenagentur sda. Laut UBS verfügen etwa ein Drittel ihrer Kunden nicht über das notwendige Guthaben, um ihre Zahlungen weiterhin gratis vornehmen zu können.

UBS, die den Kleinsparern auch bei den Grundgebühren für die Führung des Bankkontos eine höhere Abgabe verlangt, wies Vorwürfe zurück, dass sie diese Kunden am liebsten nicht mehr betreuen möchte.

"Wir bieten unseren Kunden verschiedene qualitativ hoch stehende Dienstleistungen, einen hohen Sicherheitsstandard sowie viele Informationen", verteidigte Langer die Preispolitik der Großbank. Diese Dienstleistungen hätten einen Preis, da die Bank dafür Investitionen getätigt habe.

Die Kundschaft werde über das neue Gebührenmodell mit der September-Abrechnung informiert. Von den 1,4 Mill. UBS-Kunden würden rund 300.000 ihre Zahlungen über Internet abwickeln. Die "multimat"-Apparate würden sich steigender Beliebtheit erfreuen, sagte Langer. (APA)

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