Peres für neue Verhandlungen mit Palästinensern

2. Oktober 2002, 16:16
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Zurückhaltung bei Militäraktionen gegen Palästinenser bei US-Angriff

Jerusalem - Israels Außenminister Shimon Peres hat sich Mittwoch für neue Verhandlungen mit den Palästinensern ausgesprochen. Zugleich machte er klar, dass eine Entspannung in dem Konflikt dem Ziel dienen müsse, die Politik der USA gegen den Irak zu unterstützen. Israels Politik müsse sich auf drei Fronten konzentrieren, sagte Peres am Mittwoch in einem Rundfunkinterview: die Wiederaufnahme von Verhandlungen mit den Palästinensern, die Durchsetzung von Reformen in der Palästinenser-Regierung und höchste Priorität für die Politik der USA gegen den Irak.

Dies könnte bedeuten, dass sich Israel bei seinen Militäraktionen gegen den Palästinenser-Aufstand zurückhält, während die USA ihre Kampagne gegen den Irak führen. Vor wenigen Tagen hatte die israelische Armee auf Druck der USA die zehntägige Belagerung des Amtssitzes von Palästinenser-Präsident Yasser Arafat in Ramallah gelockert und sich zurückgezogen.

Israel müsse nun wieder Verhandlungen aufnehmen, sagte Peres, der die Belagerung als "überzogen" bezeichnete. Ministerpräsident Ariel Sharon hatte sie angeordnet, nachdem wieder palästinensische Selbstmordattentäter israelische Zivilisten getötet hatten. Immer wieder würden solche Attentäter nach Israel kommen und die ganze Tagesordnung ruinieren, sagte Peres und fügte hinzu: "Wir dürfen solchen Leuten nicht die Gelegenheit geben, unsere Tagesordnung zu bestimmen." Am Mittwoch sprengten israelische Sicherheitskräfte eine Bombe, die in einer Tasche an einer Tankstelle im Norden des Landes abgestellt wurde, vermutlich von palästinensischen Attentätern. (APA/Reuters)

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    Shimon Peres ist für Verhandlungen

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