Wireless-LAN soll Hotels und Betriebe in Kärnten erobern

2. Oktober 2002, 15:20
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WK setzt auf drahtlose Technologie

Drahtloser Zugang zum Internet wird in Zukunft immer mehr an Bedeutung gewinnen. Das betonte der Präsident der Wirtschaftskammer (WK) Kärnten, Franz Pacher, am Mittwoch. Die WK startet daher eine Informationskampagne, mit der Wireless-LAN-Lösungen den Unternehmen, vor allem aber auch der Gastronomie und Hotellerie, näher gebracht werden sollen.

Eigene Website

Zwar sei die Internet-Blase geplatzt, so Pacher bei einem Pressegespräch in Klagenfurt, doch gebe es darin einen Kern, auf dem man aufbauen wolle. "Wireless-LAN gibt es schon seit Jahren, durch die extrem gesunkenen Preise ist es jetzt aber interessant geworden"; begründete Pacher das Engagement der Wirtschaftskammer auf diesem Gebiet. Die WK hat eine eigene Homepage eingerichtet, unter http://www.wkk.or.at/drahtlos kann man sich über die Möglichkeiten der neuen Technologie informieren. "Entgegen kolportierten Meldungen, dass wir zu sehr auf den IT-Bereich gesetzt haben, glaube ich, dass dieser Bereich nach wie vor enorm wichtig ist", unterstrich der WK-Präsident.

Der drahtlose Zugang zum Internet sei unter anderem für Tourismusbetriebe interessant. "Gäste können ihre E-Mails abrufen oder im Internet surfen, ohne dass man dafür das ganze Hotel aufstemmen muss"; sagte Martin Zandonella vom Kärntner Unternehmen net4you, das derartige Lösungen anbietet. Der Vorteil, so Zandonella, liege darin, dass man sowohl den Office- und Backoffice-Bereich als auch den Zugang für Gäste zum Internet von einer einzigen Station aus bewerkstelligen könne.

100 Meter

Mit Firewalls und Verschlüsselungen sei die Sicherheit gegeben, das Funknetzwerk reiche mit einem Sender an die 100 Meter weit. Bei altem Gemäuer oder Stahlbetonkonstruktionen ist die Reichweite entsprechend geringer. "Der Gast erhält eine LAN-Karte für seinen Laptop, steckt sie ein und kann vom Zimmer oder von der Lobby aus surfen", so Zandonella.

Ein mittleres Hotel, das mit einer Basisstation auskommt, müsse mit einer Investition von 2.000 bis 3.000 Euro rechnen, die laufenden Kosten seien ebenfalls nicht sehr hoch, betonte Zandonella. Ob man die LAN-Karten den Gästen gegen Gebühr oder gratis zur Verfügung stelle, sei jedem Hotelier natürlich selbst überlassen. Für Seminare und Kongresse könne die Kapazität des Systems auch kurzfristig erhöht werden. Als Zusatzangebot für die Gäste seien derartige Einrichtungen immer stärker gefragt, sagte Pacher. Bei der Buchung von Seminaren und Kongressen könne man so Umsatzzuwächse erzielen. (APA)

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