"Fundamentalismus der Lebenslust"

2. Oktober 2002, 15:43
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Italienische Euphorien zu Roberto Benignis neuem Film über die "anarchistische Marionette" Pinocchio

Rom - Roberto Benigni (49), italienischer Komiker und Oscar-Preisträger, versetzt schon vor dem Start seines neuen Films "Pinocchio" Italien in euphorische Unruhe. Die 40-Millionen-Euro-Produktion startet am 11. Oktober in über 800 Kinos landesweit.

"Eine anarchistische Marionette", ganz nach dem Geschmack der Italiener, jubeln Zeitungen. "Mich hat das Thema schon seit langem verfolgt, es ist ein echter Traum", meint der Schauspieler zur Geschichte über die kleine Holzpuppe, die den sehnlichen Wunsch hat, zum richtigen Jungen zu werden.

Bereits bei den Dreharbeiten verriet Benigni, Pinocchio mit der langen Nase verkörpere für ihn "den Fundamentalismus der Heiterkeit und der Lebenslust." Es sei seine bisher schwerste Rolle. "Pinocchio, das ist eine Mischung aus Faust, Hamlet, Ödipus und Don Quichotte." Die 120 Jahre alte Kinderbuch-Figur lasse einen zugleich lachen und weinen.

Mit von der Partie ist erneut Benignis Ehefrau Nicoletta Braschi, die bereits im Oscar gekrönten Streifen "Das Leben ist schön" mitspielte. Sie spielt in "Pinocchio" die gute Fee, die die Marionette zum Leben Leben erweckt. (APA/dpa)

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    foto: miramax
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