Deutsche Telekom baut knapp 30.000 Stellen ab

2. Oktober 2002, 20:03
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Schwerpunkt des Abbaus auf 2003 vorgezogen - Ziel: Abbau des Schuldenberges von 64 Milliarden Euro

Die Deutsche Telekom beschleunigt den angekündigten Abbau von rund 30.000 Stellen. Das Unternehmen teilte in Bonn mit, allein bei der Festnetzsparte T-Com sollten nach 7.200 Arbeitsplätzen im laufenden Jahr bereits im nächsten Jahr weitere 14.000 Stellen wegfallen. Bis 2005 sollen insgesamt weitere etwa 8.300 Jobs bei T-Com gestrichen werden.

Schwerpunkt 2003

Bisher sei vom Wegfall von durchschnittlich etwa 10.000 Stellen pro Jahr in drei Jahren die Rede gewesen, sagte ein Telekom-Sprecher. Nun solle der Schwerpunkt des Abbaus auf 2003 vorgezogen werden. Der Sprecher betonte, dass es betriebsbedingte Kündigungen nicht geben werde.

Sozialverträglicher Stellenabbau

Das Unternehmen wolle den Stellenabbau sozialverträglich bewältigen durch die Streichung offener Stellen, die konsequente Nutzung der Fluktuation und Anpassung der Fremdvergabe. Ein weiteres Mittel sei der Transfer von bisherigen Mitarbeitern in die von der Telekom mit der Gewerkschaft ver.di vereinbarten Personalserviceagentur, aus der sie im besten Fall schnell zu neuen Arbeitgebern weiter vermittelt werden könnten.

Schulden

Ziel der Personalabbaus auch in anderen Unternehmensbereichen und weiterer Sparmaßnahmen ist der Abbau des Schuldenberges von 64 Mrd. Euro. Bei der Telekom waren Ende 2001 insgesamt weltweit 257.000 Mitarbeiter beschäftigt, rund 118.000 davon bei T-Com.(apa)

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