Italienische Polizei zerschlug internationalen Menschenhändler-Ring

2. Oktober 2002, 15:07
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80 Festnahmen in ganz Europa - Sollen Tausende von Personen nach Westeuropa geschleust und ausgebeutet haben...

Rom - Italien hat mit Hilfe der Polizei in Österreich, Deutschland, der Ukraine, Russland, Polen, Spanien, Portugal einen internationalen Ring zerschlagen, der Tausende von Personen nach Westeuropa geschleust und als Drogendealer und Prostituierte ausgebeutet haben soll. 80 Personen wurden im Rahmen der in mehreren europäischen Ländern durchgeführten Operation verhaftet. 150 Hausdurchsuchungen wurden angeordnet.

Mitglieder der Kriminellenorganisation gehörten Mafia-Clans an

Die Mitglieder der Kriminellenorganisation gehören italienischen und russischen Mafia-Clans an. Sie sollen alle Etappen des Menschenhandels von Osteuropa bis nach Österreich, Italien, Spanien und Portugal verwaltet haben. Laut den Staatsanwälten der italienischen Stadt Perugia, die die Ermittlungen koordiniert haben, soll die Bande Hunderte von Frauen aus Albanien und der Ex-Sowjetunion zur Prostitution gezwungen haben, nachdem sie die Mädchen brutal geschlagen und vergewaltigt hatten.

Frauen, die rebellierten, wurden gefoltert oder sogar getötet

Frauen, die rebellierten, wurden gefoltert oder sogar getötet. Den Festgenommenen wird der Mord an mindestens drei ausländischen Prostituierten zur Last gelegt. Die Polizei schloss in Italien neun Nachtlokale, in denen Dutzende von Frauen zur Prostitution gezwungen wurden. In der Nähe eines Lokals bei Spoleto (Mittelitalien) sucht die Polizei nach weiteren Leichen. Vermutet wird eine Art von Grab, in das die Leichen geworfen wurden. (APA)

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